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Entsorgung
10 Min. Lesezeit

Geschirr, Porzellan & Keramik richtig entsorgen

Warum Ihr altes Geschirr niemals ins Altglas gehört – und wie Sie es korrekt loswerden

Geschirr, Porzellan und Keramik entsorgen in der Schweiz – Kehricht und Sammelstelle statt Altglas

Der teure Irrtum mit dem Altglas

Beim Ausräumen der Küche stapeln sich angeschlagene Teller, alte Tassen und ein halbes Kaffeeservice der Grosseltern. Der naheliegende Griff: alles in den Altglas-Container. Genau das ist einer der häufigsten und teuersten Entsorgungsfehler in der Schweiz – denn Geschirr gehört niemals ins Altglas.

Eine einzige Tasse im Altglas kann mehrere hundert Kilo Recyclingglas unbrauchbar machen.

Ob nach einem Umzug, bei einer Wohnungsauflösung oder beim Ausmisten der Küche: Altes Geschirr fällt in fast jedem Haushalt an. Doch Porzellan, Keramik und Steingut gehören weder ins Altglas noch achtlos in den Hausmüll. Wer falsch entsorgt, riskiert Bussen und verärgerte Nachbarn. Aus über 30 Jahren Erfahrung im Kanton Zürich zeigen wir Ihnen, worauf es wirklich ankommt.

Warum Geschirr nicht ins Altglas gehört

Das Schweizer Glasrecycling gehört zu den effizientesten der Welt – über 90 % des Verpackungsglases werden wiederverwertet. Damit das funktioniert, muss das Sammelglas sauber sein. Und genau hier liegt das Problem mit Geschirr:

Anderes Material als Verpackungsglas

Porzellan, Keramik und Steingut werden bei rund 1200–1400 °C gebrannt und sind chemisch nicht mit Flaschenglas verwandt. Sie lassen sich im Glasrecycling nicht einschmelzen und stören den gesamten Prozess.

Ein Stück verdirbt die ganze Charge

Bereits kleine Keramik- oder Porzellansplitter im Altglas führen zu Einschlüssen im neuen Glas. In der Praxis kann eine einzige Tasse mehrere hundert Kilo Recyclingglas entwerten – deshalb ist Geschirr im Glascontainer verboten.

Kleine Mengen = Kehricht

Einzelne Teller, Tassen und Gläser gehören in den gebührenpflichtigen Kehrichtsack (in Zürich der Züri-Sack). Über die Sackgebühr ist die Verbrennung bereits finanziert.

Grosse Mengen = Sammelstelle oder Mulde

Bei einer Wohnungsauflösung fallen oft 100 kg und mehr an. Solche Mengen gehören auf den Recyclinghof, in eine Mulde oder werden über einen Entsorgungsdienst abtransportiert – nicht in den Hausmüll gestopft.

Kurz gesagt: In den Glascontainer gehören ausschliesslich Flaschen und Konservengläser – nach Farben getrennt. Trinkgläser, Weingläser, Vasen, Spiegel, Fensterglas, Glühbirnen und eben Geschirr haben dort nichts verloren. Bei kleineren Mengen ist der gebührenpflichtige Kehrichtsack der richtige Weg, da die Verbrennung über die Sackgebühr bereits abgegolten ist. Was sonst noch verboten ist, lesen Sie im Ratgeber Was darf nicht in den Hausmüll.

Die häufigsten Fehler – und was sie kosten

Falsch entsorgtes Geschirr bleibt selten folgenlos. Diese vier Fehler sehen wir bei Räumungen immer wieder:

Geschirr in den Altglas-Container werfen

Ordnungsbusse bis CHF 300

Kontaminiert das Recyclingglas, ist verboten und gilt als Falschbefüllung.

Kartons neben den vollen Container stellen

Busse CHF 100–300 + Entsorgung

Gilt als Littering. Sammelstellen und Nachbarn melden solche Ablagerungen häufig – inklusive Adresse auf weggeworfenen Unterlagen.

Schweres Geschirr in dünne Kehrichtsäcke

Verletzungsrisiko + Nachentsorgung

Scharfkantige Scherben reissen den Sack auf, verletzen das Abfuhrpersonal und werden stehen gelassen.

Wertvolles Service ungeprüft wegwerfen

Verlust CHF 50–500+

Komplette Marken-Services haben oft realen Wert. Wer alles entsorgt, zahlt doppelt: Gebühren statt Erlös.

Die unerlaubte Entsorgung – etwa das Abstellen von Kisten neben einem vollen Container – gilt in der Schweiz als Littering und wird mit Ordnungsbussen geahndet. Wird auf weggeworfenen Unterlagen eine Adresse gefunden, folgt die Rechnung prompt. Ausführlich beschreiben wir das im Ratgeber Illegale Entsorgung & Bussen.

Kein Risiko mit falscher Entsorgung eingehen

Ob eine Kiste oder ein ganzer Hausrat – wir entsorgen Geschirr, Porzellan und Keramik fachgerecht und rechtssicher. Lassen Sie sich unverbindlich beraten.

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Worauf es bei grösseren Mengen wirklich ankommt

Ein paar Teller sind schnell im Kehrichtsack verstaut. Doch bei einer Küchen- oder Wohnungsauflösung reden wir schnell über 100 bis 300 Kilogramm Geschirr, Gläser und Keramik. Dann wird aus der simplen Frage ein logistisches Thema, bei dem mehrere Punkte zusammenspielen:

Richtige Fraktionstrennung

Bleikristall, Keramik, Steingut, hitzefeste Gläser und normales Trinkglas werden unterschiedlich behandelt. Wer alles korrekt trennt, spart Deponiegebühren und vermeidet Reklamationen an der Sammelstelle.

Sichere Verpackung der Scherben

Bruchgeschirr ist scharfkantig. Fachgerechtes Verpacken in stabilen Behältern schützt vor Schnittverletzungen und verhindert, dass Säcke aufreissen und liegen bleiben.

Mengengerechte Logistik

Ab wenigen Kisten ist der Kehrichtsack die falsche Lösung. Es braucht die passende Mulde oder ein Fahrzeug – sonst zahlen Sie über zu viele Einzelsäcke drauf.

Entsorgungsnachweis

Vermieter und Hausverwaltungen verlangen bei Räumungen zunehmend einen Nachweis der fachgerechten Entsorgung. Ohne Nachweis gibt es bei der Wohnungsübergabe Probleme.

Genau diese Kombination aus Materialkunde, sicherer Handhabung und passender Logistik macht den Unterschied. Als zertifizierte Umzugs- und Räumungsfirma im Kanton Zürich übernehmen wir das im Rahmen einer professionellen Entrümpelung komplett – inklusive Trennung von Wertstoffen, Verkäuflichem und Abfall.

Ganzer Haushalt aufzulösen?

Bei einer Wohnungsauflösung oder Nachlassräumung erledigen wir Sortieren, Abtransport und Entsorgung aus einer Hand – besenrein und mit Entsorgungsnachweis.

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Selbst entsorgen oder Profi beauftragen?

Bei kleinen Mengen ist der Kehrichtsack unschlagbar günstig. Sobald aber ein ganzer Haushalt zusammenkommt, zeigt sich der ehrliche Vergleich:

Punkt Selbst entsorgen Profi-Service
Sortieren & Trennen Stunden an Arbeit Im Service enthalten
Verpackung & Bruchschutz Selbst besorgen Profi-Material inklusive
Transport zur Deponie Eigenes Fahrzeug + Sprit Inklusive
Deponie- & Sackgebühren Voll selbst tragen Transparent in Offerte
Wertanrechnung Porzellan Meist verschenkt Wird abgezogen
Verletzungsrisiko Scherben Hoch Minimal (Schutzausrüstung)
Entsorgungsnachweis Selten möglich Wird ausgestellt

* Richtwerte für den Raum Zürich. Deponiegebühren für Keramik/Steingut liegen bei rund CHF 30–60 pro 100 kg, dazu kommen Sackgebühren, Transport und Arbeitszeit. Die tatsächlichen Kosten hängen von Menge und Situation ab.

Häufige Fragen zur Geschirr-Entsorgung

Gehört Geschirr und Porzellan ins Altglas?
Nein – das ist einer der häufigsten Irrtümer. Porzellan, Keramik, Steingut und Trinkgläser bestehen aus einem anderen Material als Verpackungsglas und schmelzen bei einer anderen Temperatur. Schon eine einzige Kaffeetasse im Altglas-Container kann eine ganze Charge Recyclingglas unbrauchbar machen. Kleine Mengen gehören in den gebührenpflichtigen Kehrichtsack, grössere Mengen auf die Sammelstelle oder in eine Mulde. Fällt bei einer Wohnungsauflösung viel an, lohnt sich eine kostenlose Einschätzung durch Profis.
Was kostet die Entsorgung von altem Geschirr in Zürich?
Kleine Mengen kosten nur die Sackgebühr (ein 35-Liter-Züri-Sack rund CHF 3.80). Bei einem ganzen Haushalt kommen aber schnell 100 bis 300 Kilogramm Geschirr, Porzellan und Keramik zusammen – dann ist eine Mulde oder ein Abtransport nötig. Die Deponiegebühren für Keramik und Steingut liegen bei rund CHF 30–60 pro 100 kg, dazu kommen Transport und Arbeitszeit. Für eine verbindliche Zahl lohnt sich eine unverbindliche Offerte.
Wohin mit wertvollem oder gut erhaltenem Porzellan?
Gut erhaltenes Geschirr, komplette Services und Markenporzellan (etwa Langenthal, Rosenthal oder Meissen) müssen nicht in den Abfall. Brockenhäuser, Secondhand-Plattformen oder soziale Einrichtungen nehmen es gerne an, teilweise mit Wertanrechnung. Bei einer professionellen Entrümpelung trennen wir Verkäufliches konsequent vom Abfall – das reduziert Ihre Entsorgungskosten spürbar.
Darf ich Geschirr einfach zur Sammelstelle bringen?
Kleine, haushaltsübliche Mengen dürfen Sie zur kommunalen Sammelstelle bringen, sofern diese eine Fraktion für Keramik oder Kehricht anbietet. Grössere Mengen aus einer Räumung gelten jedoch als gewerbliche Anlieferung und werden nicht überall kostenlos angenommen. Wer unsicher ist, was wohin gehört, sollte sich vorab beraten lassen – gerne erstellen wir Ihnen eine unverbindliche Offerte inklusive fachgerechter Entsorgung.

Geschirr & Hausrat fachgerecht entsorgen lassen

Wir kümmern uns um die korrekte Trennung, den Abtransport und die Entsorgung – transparent zum Festpreis.