Geschirr, Porzellan & Keramik richtig entsorgen
Warum Ihr altes Geschirr niemals ins Altglas gehört – und wie Sie es korrekt loswerden
Der teure Irrtum mit dem Altglas
Beim Ausräumen der Küche stapeln sich angeschlagene Teller, alte Tassen und ein halbes Kaffeeservice der Grosseltern. Der naheliegende Griff: alles in den Altglas-Container. Genau das ist einer der häufigsten und teuersten Entsorgungsfehler in der Schweiz – denn Geschirr gehört niemals ins Altglas.
Eine einzige Tasse im Altglas kann mehrere hundert Kilo Recyclingglas unbrauchbar machen.
Ob nach einem Umzug, bei einer Wohnungsauflösung oder beim Ausmisten der Küche: Altes Geschirr fällt in fast jedem Haushalt an. Doch Porzellan, Keramik und Steingut gehören weder ins Altglas noch achtlos in den Hausmüll. Wer falsch entsorgt, riskiert Bussen und verärgerte Nachbarn. Aus über 30 Jahren Erfahrung im Kanton Zürich zeigen wir Ihnen, worauf es wirklich ankommt.
Warum Geschirr nicht ins Altglas gehört
Das Schweizer Glasrecycling gehört zu den effizientesten der Welt – über 90 % des Verpackungsglases werden wiederverwertet. Damit das funktioniert, muss das Sammelglas sauber sein. Und genau hier liegt das Problem mit Geschirr:
Anderes Material als Verpackungsglas
Porzellan, Keramik und Steingut werden bei rund 1200–1400 °C gebrannt und sind chemisch nicht mit Flaschenglas verwandt. Sie lassen sich im Glasrecycling nicht einschmelzen und stören den gesamten Prozess.
Ein Stück verdirbt die ganze Charge
Bereits kleine Keramik- oder Porzellansplitter im Altglas führen zu Einschlüssen im neuen Glas. In der Praxis kann eine einzige Tasse mehrere hundert Kilo Recyclingglas entwerten – deshalb ist Geschirr im Glascontainer verboten.
Kleine Mengen = Kehricht
Einzelne Teller, Tassen und Gläser gehören in den gebührenpflichtigen Kehrichtsack (in Zürich der Züri-Sack). Über die Sackgebühr ist die Verbrennung bereits finanziert.
Grosse Mengen = Sammelstelle oder Mulde
Bei einer Wohnungsauflösung fallen oft 100 kg und mehr an. Solche Mengen gehören auf den Recyclinghof, in eine Mulde oder werden über einen Entsorgungsdienst abtransportiert – nicht in den Hausmüll gestopft.
Kurz gesagt: In den Glascontainer gehören ausschliesslich Flaschen und Konservengläser – nach Farben getrennt. Trinkgläser, Weingläser, Vasen, Spiegel, Fensterglas, Glühbirnen und eben Geschirr haben dort nichts verloren. Bei kleineren Mengen ist der gebührenpflichtige Kehrichtsack der richtige Weg, da die Verbrennung über die Sackgebühr bereits abgegolten ist. Was sonst noch verboten ist, lesen Sie im Ratgeber Was darf nicht in den Hausmüll.
Die häufigsten Fehler – und was sie kosten
Falsch entsorgtes Geschirr bleibt selten folgenlos. Diese vier Fehler sehen wir bei Räumungen immer wieder:
Geschirr in den Altglas-Container werfen
Ordnungsbusse bis CHF 300Kontaminiert das Recyclingglas, ist verboten und gilt als Falschbefüllung.
Kartons neben den vollen Container stellen
Busse CHF 100–300 + EntsorgungGilt als Littering. Sammelstellen und Nachbarn melden solche Ablagerungen häufig – inklusive Adresse auf weggeworfenen Unterlagen.
Schweres Geschirr in dünne Kehrichtsäcke
Verletzungsrisiko + NachentsorgungScharfkantige Scherben reissen den Sack auf, verletzen das Abfuhrpersonal und werden stehen gelassen.
Wertvolles Service ungeprüft wegwerfen
Verlust CHF 50–500+Komplette Marken-Services haben oft realen Wert. Wer alles entsorgt, zahlt doppelt: Gebühren statt Erlös.
Die unerlaubte Entsorgung – etwa das Abstellen von Kisten neben einem vollen Container – gilt in der Schweiz als Littering und wird mit Ordnungsbussen geahndet. Wird auf weggeworfenen Unterlagen eine Adresse gefunden, folgt die Rechnung prompt. Ausführlich beschreiben wir das im Ratgeber Illegale Entsorgung & Bussen.
Kein Risiko mit falscher Entsorgung eingehen
Ob eine Kiste oder ein ganzer Hausrat – wir entsorgen Geschirr, Porzellan und Keramik fachgerecht und rechtssicher. Lassen Sie sich unverbindlich beraten.
Kostenlose Offerte anfordernWorauf es bei grösseren Mengen wirklich ankommt
Ein paar Teller sind schnell im Kehrichtsack verstaut. Doch bei einer Küchen- oder Wohnungsauflösung reden wir schnell über 100 bis 300 Kilogramm Geschirr, Gläser und Keramik. Dann wird aus der simplen Frage ein logistisches Thema, bei dem mehrere Punkte zusammenspielen:
Richtige Fraktionstrennung
Bleikristall, Keramik, Steingut, hitzefeste Gläser und normales Trinkglas werden unterschiedlich behandelt. Wer alles korrekt trennt, spart Deponiegebühren und vermeidet Reklamationen an der Sammelstelle.
Sichere Verpackung der Scherben
Bruchgeschirr ist scharfkantig. Fachgerechtes Verpacken in stabilen Behältern schützt vor Schnittverletzungen und verhindert, dass Säcke aufreissen und liegen bleiben.
Mengengerechte Logistik
Ab wenigen Kisten ist der Kehrichtsack die falsche Lösung. Es braucht die passende Mulde oder ein Fahrzeug – sonst zahlen Sie über zu viele Einzelsäcke drauf.
Entsorgungsnachweis
Vermieter und Hausverwaltungen verlangen bei Räumungen zunehmend einen Nachweis der fachgerechten Entsorgung. Ohne Nachweis gibt es bei der Wohnungsübergabe Probleme.
Genau diese Kombination aus Materialkunde, sicherer Handhabung und passender Logistik macht den Unterschied. Als zertifizierte Umzugs- und Räumungsfirma im Kanton Zürich übernehmen wir das im Rahmen einer professionellen Entrümpelung komplett – inklusive Trennung von Wertstoffen, Verkäuflichem und Abfall.
Ganzer Haushalt aufzulösen?
Bei einer Wohnungsauflösung oder Nachlassräumung erledigen wir Sortieren, Abtransport und Entsorgung aus einer Hand – besenrein und mit Entsorgungsnachweis.
Unverbindliche Offerte erhaltenSelbst entsorgen oder Profi beauftragen?
Bei kleinen Mengen ist der Kehrichtsack unschlagbar günstig. Sobald aber ein ganzer Haushalt zusammenkommt, zeigt sich der ehrliche Vergleich:
| Punkt | Selbst entsorgen | Profi-Service |
|---|---|---|
| Sortieren & Trennen | Stunden an Arbeit | Im Service enthalten |
| Verpackung & Bruchschutz | Selbst besorgen | Profi-Material inklusive |
| Transport zur Deponie | Eigenes Fahrzeug + Sprit | Inklusive |
| Deponie- & Sackgebühren | Voll selbst tragen | Transparent in Offerte |
| Wertanrechnung Porzellan | Meist verschenkt | Wird abgezogen |
| Verletzungsrisiko Scherben | Hoch | Minimal (Schutzausrüstung) |
| Entsorgungsnachweis | Selten möglich | Wird ausgestellt |
* Richtwerte für den Raum Zürich. Deponiegebühren für Keramik/Steingut liegen bei rund CHF 30–60 pro 100 kg, dazu kommen Sackgebühren, Transport und Arbeitszeit. Die tatsächlichen Kosten hängen von Menge und Situation ab.
Häufige Fragen zur Geschirr-Entsorgung
Gehört Geschirr und Porzellan ins Altglas?
Was kostet die Entsorgung von altem Geschirr in Zürich?
Wohin mit wertvollem oder gut erhaltenem Porzellan?
Darf ich Geschirr einfach zur Sammelstelle bringen?
Geschirr & Hausrat fachgerecht entsorgen lassen
Wir kümmern uns um die korrekte Trennung, den Abtransport und die Entsorgung – transparent zum Festpreis.