Plastik & Kunststoff entsorgen in der Schweiz
PET, Hartkunststoff und PVC richtig trennen, korrekt entsorgen und unnötige Gebühren vermeiden – worauf es wirklich ankommt
Plastik ist nicht gleich Plastik
Bei einem Umzug oder einer Räumung kommt erstaunlich viel Kunststoff zusammen: PET-Flaschen aus dem Vorrat, alte Gartenmöbel, kaputtes Spielzeug, Verpackungsfolien, Aufbewahrungsboxen und vielleicht ein paar PVC-Rohre aus dem Keller. Wer alles in denselben Sack wirft, zahlt drauf – oder entsorgt schlicht illegal. Denn in der Schweiz hat jeder Kunststoff seinen eigenen Weg.
Wer Kunststoff sauber trennt, entsorgt PET und PE gratis – und spart bei den kostenpflichtigen Fraktionen.
Die Schweiz produziert pro Jahr rund eine Million Tonnen Kunststoffabfall – das sind über 100 Kilogramm pro Kopf. Recycelt wird davon nur ein Bruchteil; der grösste Teil wird in Kehrichtverwertungsanlagen thermisch verwertet. Aus über 30 Jahren Erfahrung mit Räumungen und Entsorgungen im Kanton Zürich wissen wir: Wer die wichtigsten Kunststoffarten unterscheiden kann, entsorgt richtig, spart Geld und vermeidet Bussen. Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt.
Wie das Schweizer Kunststoff-Recycling funktioniert
Anders als beim Glas oder beim Papier gibt es für Kunststoff in der Schweiz kein einheitliches, flächendeckendes Sammelsystem. Stattdessen existieren mehrere getrennte Kreisläufe nebeneinander. Am weitesten entwickelt ist das PET-Recycling: Mit einer Rücklaufquote von rund 82% gehört es zu den erfolgreichsten Sammelsystemen Europas. Auch PE-Flaschen – etwa von Milch oder Waschmittel – werden bei den grossen Detailhändlern separat zurückgenommen.
Für gemischte Kunststoffverpackungen bieten viele – aber längst nicht alle – Gemeinden kostenpflichtige Sammelsäcke an. Der grosse Rest, von verschmutzten Verpackungen bis zu altem Hartplastik, landet im Gebührensack und damit in der Kehrichtverwertung, wo aus dem Material immerhin Strom und Fernwärme gewonnen werden. Entscheidend ist deshalb: Es geht nicht darum, möglichst alles zu «recyceln», sondern jeden Kunststoff auf seinen korrekten und günstigsten Weg zu bringen.
Die wichtigsten Kunststoffarten richtig trennen
Jede Kunststoffart hat ihren eigenen Entsorgungsweg – und ihren eigenen Preis. Diese sechs Fraktionen begegnen uns bei Räumungen am häufigsten:
PET-Getränkeflaschen
Pet-Flaschen für Wasser, Süssgetränke und Säfte. In der Schweiz mit einer Rücklaufquote von rund 82% eines der erfolgreichsten Recyclingsysteme.
Kostenlos in PET-Sammelstellen bei Detailhändlern und Bahnhöfen.
PE-Flaschen (HDPE)
Milch-, Wasch- und Shampooflaschen aus festem Polyethylen. Werden separat gesammelt und zu neuen Flaschen oder Rohren verarbeitet.
Eigene Sammelboxen bei Migros, Coop und vielen Gemeinden.
Kunststoffverpackungen (gemischt)
Folien, Joghurtbecher, Tragtaschen und Verpackungsplastik. Sammelbar über kostenpflichtige Sammelsäcke – sofern die Gemeinde das anbietet.
Sauber und trocken sammeln, sonst landet alles im Kehricht.
Hartkunststoff
Gartenmöbel, Spielzeug, Kessel, Harassen, Aufbewahrungsboxen. Häufigste Fraktion bei Räumungen – sperrig und nicht in den Kehrichtsack passend.
Gehört auf den Recyclinghof oder in die Sperrgut-Entsorgung.
PVC und Bauplastik
Rohre, Bodenbeläge, Fensterprofile, Storenlamellen und Kabelkanäle. Chlorhaltig und deshalb in der Verwertung heikel.
Niemals verbrennen – nur über zugelassene Annahmestellen.
Styropor / EPS
Verpackungs- und Dämmstyropor. Voluminös, leicht und kostet wegen des Volumens überraschend viel in der Entsorgung.
Sauberes Styropor wird teils separat als Wertstoff angenommen.
Risiken und häufige Fehler
Plastik falsch zu entsorgen ist nicht nur unökologisch – es kann teuer und sogar gesundheitsschädlich werden. Das sind die Fehler, die uns in der Praxis immer wieder begegnen:
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Kunststoff im Freien verbrennen: Wer altes Plastik im Garten oder im Cheminée verbrennt, macht sich strafbar. Bei PVC entstehen giftige, chlorhaltige Dämpfe. Je nach Kanton drohen Bussen von mehreren Hundert Franken – plus Gesundheitsrisiken für die ganze Nachbarschaft.
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Alles in den Gebührensack: Sperriger Hartkunststoff wie Gartenmöbel oder Boxen passt weder in den Sack noch ist das die günstigste Lösung. Wer PET und PE mitentsorgt, bezahlt für Material, das gratis abgegeben werden könnte.
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Illegales Deponieren: Kunststoffabfall am Waldrand, im Container der Nachbarn oder neben der Sammelstelle abzustellen, gilt als Littering und wird mit Ordnungsbussen geahndet – inklusive Nachforderung der Entsorgungskosten.
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Kostenlose Offerte anfordernWorauf es bei grösseren Mengen wirklich ankommt
Ein paar PET-Flaschen bringt jeder problemlos selbst zur Sammelstelle. Sobald aber bei einem Umzug, einer Wohnungsauflösung oder einer Kellerräumung grössere, gemischte Mengen anfallen, wird es komplizierter. Drei Punkte entscheiden über Aufwand, Kosten und Rechtssicherheit:
1. Volumen und Transport
Kunststoff ist leicht, aber voluminös. Ein Kofferraum voller Gartenmöbel und Boxen bedeutet schnell mehrere Fahrten zum Recyclinghof – und der nimmt nicht überall alles an. Mit dem passenden Fahrzeug und einer guten Routenplanung erledigt ein eingespieltes Team das in einem einzigen Zug. Bei unserem Entrümpelungs- und Entsorgungsservice ist genau das bereits enthalten.
2. Materialkunde und Trennung
PET, PE, PP, PS oder PVC – was für Laien gleich aussieht, hat völlig unterschiedliche Entsorgungswege und Preise. Profis erkennen die Kunststoffarten und trennen sie bereits beim Ausräumen, sodass möglichst viel günstig oder gratis abgegeben werden kann und nur der echte Restabfall im Kehricht landet.
3. Gebührenpflichtige Sonderfälle
PVC-Beläge, alte Storen, Kabelisolationen oder grosse Mengen Styropor sind Sonderfälle, die nicht jeder Recyclinghof annimmt. Eine zertifizierte Entsorgungsfirma kennt die zugelassenen Annahmestellen, dokumentiert die korrekte Verwertung und ist für allfällige Schäden versichert – etwas, das private Entsorger nicht abdecken können.
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Von der Trennung über den Transport bis zur fachgerechten Verwertung: Wir übernehmen die komplette Kunststoff-Entsorgung im Kanton Zürich – auf Wunsch kombiniert mit Räumung und Endreinigung.
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Was beim Selbermachen schnell ins Geld geht – und was beim Profi-Service bereits inklusive ist:
| Kostenposition | Selbst entsorgen | Profi-Service |
|---|---|---|
| PET / PE (kleine Mengen) | Gratis (Sammelstelle) | Inklusive |
| Gemischte Kunststoffverpackungen | CHF 1–3 / Sammelsack | Inklusive |
| Hartkunststoff am Recyclinghof | CHF 30–60 / 100 kg | Inklusive |
| Sperriger Kunststoff (Gartenmöbel) | Sperrgut-Gebühr + Transport | Inklusive |
| PVC / Sonderkunststoffe | Separat, oft unklar | Fachgerecht entsorgt |
| Kriterium | DIY-Entsorgung | Profi-Service |
|---|---|---|
| Trennung nach Kunststoffart | Selbst, oft fehlerhaft | Fachgerecht sortiert |
| Sperriger Hartkunststoff | Mehrere Fahrten nötig | In einem Zug abtransportiert |
| Recyclinghof-Gebühren | Pro Anlieferung | Im Festpreis enthalten |
| PVC & Sonderkunststoffe | Unsicherheit, Bussen-Risiko | Korrekt & gesetzeskonform |
| Transport & Volumen | Eigenes Fahrzeug, begrenzt | Geeignete Fahrzeuge inklusive |
| Zeitaufwand | Halber bis ganzer Tag | Wenige Stunden |
* Richtwerte für den Kanton Zürich. Die tatsächlichen Kosten hängen von Menge, Kunststoffart und Zugänglichkeit ab. Häufig fällt Kunststoff im Rahmen einer Entrümpelung oder eines Umzugs an – dann lohnt sich ein kombiniertes Angebot.
Häufige Fragen zur Entsorgung von Plastik
Wohin gehört Plastik in der Schweiz – in den Kehricht oder ins Recycling?
Was kostet die Entsorgung von grösseren Mengen Plastik?
Darf ich PVC und Hartplastik selbst verbrennen oder im Garten entsorgen?
Lohnt sich das Trennen von Plastik überhaupt?
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