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Entsorgung
10 Min. Lesezeit

Plastik & Kunststoff entsorgen in der Schweiz

PET, Hartkunststoff und PVC richtig trennen, korrekt entsorgen und unnötige Gebühren vermeiden – worauf es wirklich ankommt

Plastik und Kunststoff entsorgen in der Schweiz – PET-Flaschen sortenrein für das Recycling sammeln

Plastik ist nicht gleich Plastik

Bei einem Umzug oder einer Räumung kommt erstaunlich viel Kunststoff zusammen: PET-Flaschen aus dem Vorrat, alte Gartenmöbel, kaputtes Spielzeug, Verpackungsfolien, Aufbewahrungsboxen und vielleicht ein paar PVC-Rohre aus dem Keller. Wer alles in denselben Sack wirft, zahlt drauf – oder entsorgt schlicht illegal. Denn in der Schweiz hat jeder Kunststoff seinen eigenen Weg.

Wer Kunststoff sauber trennt, entsorgt PET und PE gratis – und spart bei den kostenpflichtigen Fraktionen.

Die Schweiz produziert pro Jahr rund eine Million Tonnen Kunststoffabfall – das sind über 100 Kilogramm pro Kopf. Recycelt wird davon nur ein Bruchteil; der grösste Teil wird in Kehrichtverwertungsanlagen thermisch verwertet. Aus über 30 Jahren Erfahrung mit Räumungen und Entsorgungen im Kanton Zürich wissen wir: Wer die wichtigsten Kunststoffarten unterscheiden kann, entsorgt richtig, spart Geld und vermeidet Bussen. Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt.

Wie das Schweizer Kunststoff-Recycling funktioniert

Anders als beim Glas oder beim Papier gibt es für Kunststoff in der Schweiz kein einheitliches, flächendeckendes Sammelsystem. Stattdessen existieren mehrere getrennte Kreisläufe nebeneinander. Am weitesten entwickelt ist das PET-Recycling: Mit einer Rücklaufquote von rund 82% gehört es zu den erfolgreichsten Sammelsystemen Europas. Auch PE-Flaschen – etwa von Milch oder Waschmittel – werden bei den grossen Detailhändlern separat zurückgenommen.

Für gemischte Kunststoffverpackungen bieten viele – aber längst nicht alle – Gemeinden kostenpflichtige Sammelsäcke an. Der grosse Rest, von verschmutzten Verpackungen bis zu altem Hartplastik, landet im Gebührensack und damit in der Kehrichtverwertung, wo aus dem Material immerhin Strom und Fernwärme gewonnen werden. Entscheidend ist deshalb: Es geht nicht darum, möglichst alles zu «recyceln», sondern jeden Kunststoff auf seinen korrekten und günstigsten Weg zu bringen.

Die wichtigsten Kunststoffarten richtig trennen

Jede Kunststoffart hat ihren eigenen Entsorgungsweg – und ihren eigenen Preis. Diese sechs Fraktionen begegnen uns bei Räumungen am häufigsten:

PET-Getränkeflaschen

Pet-Flaschen für Wasser, Süssgetränke und Säfte. In der Schweiz mit einer Rücklaufquote von rund 82% eines der erfolgreichsten Recyclingsysteme.

Kostenlos in PET-Sammelstellen bei Detailhändlern und Bahnhöfen.

PE-Flaschen (HDPE)

Milch-, Wasch- und Shampooflaschen aus festem Polyethylen. Werden separat gesammelt und zu neuen Flaschen oder Rohren verarbeitet.

Eigene Sammelboxen bei Migros, Coop und vielen Gemeinden.

Kunststoffverpackungen (gemischt)

Folien, Joghurtbecher, Tragtaschen und Verpackungsplastik. Sammelbar über kostenpflichtige Sammelsäcke – sofern die Gemeinde das anbietet.

Sauber und trocken sammeln, sonst landet alles im Kehricht.

Hartkunststoff

Gartenmöbel, Spielzeug, Kessel, Harassen, Aufbewahrungsboxen. Häufigste Fraktion bei Räumungen – sperrig und nicht in den Kehrichtsack passend.

Gehört auf den Recyclinghof oder in die Sperrgut-Entsorgung.

PVC und Bauplastik

Rohre, Bodenbeläge, Fensterprofile, Storenlamellen und Kabelkanäle. Chlorhaltig und deshalb in der Verwertung heikel.

Niemals verbrennen – nur über zugelassene Annahmestellen.

Styropor / EPS

Verpackungs- und Dämmstyropor. Voluminös, leicht und kostet wegen des Volumens überraschend viel in der Entsorgung.

Sauberes Styropor wird teils separat als Wertstoff angenommen.

Risiken und häufige Fehler

Plastik falsch zu entsorgen ist nicht nur unökologisch – es kann teuer und sogar gesundheitsschädlich werden. Das sind die Fehler, die uns in der Praxis immer wieder begegnen:

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    Kunststoff im Freien verbrennen: Wer altes Plastik im Garten oder im Cheminée verbrennt, macht sich strafbar. Bei PVC entstehen giftige, chlorhaltige Dämpfe. Je nach Kanton drohen Bussen von mehreren Hundert Franken – plus Gesundheitsrisiken für die ganze Nachbarschaft.

  • !

    Alles in den Gebührensack: Sperriger Hartkunststoff wie Gartenmöbel oder Boxen passt weder in den Sack noch ist das die günstigste Lösung. Wer PET und PE mitentsorgt, bezahlt für Material, das gratis abgegeben werden könnte.

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    Illegales Deponieren: Kunststoffabfall am Waldrand, im Container der Nachbarn oder neben der Sammelstelle abzustellen, gilt als Littering und wird mit Ordnungsbussen geahndet – inklusive Nachforderung der Entsorgungskosten.

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Worauf es bei grösseren Mengen wirklich ankommt

Ein paar PET-Flaschen bringt jeder problemlos selbst zur Sammelstelle. Sobald aber bei einem Umzug, einer Wohnungsauflösung oder einer Kellerräumung grössere, gemischte Mengen anfallen, wird es komplizierter. Drei Punkte entscheiden über Aufwand, Kosten und Rechtssicherheit:

1. Volumen und Transport

Kunststoff ist leicht, aber voluminös. Ein Kofferraum voller Gartenmöbel und Boxen bedeutet schnell mehrere Fahrten zum Recyclinghof – und der nimmt nicht überall alles an. Mit dem passenden Fahrzeug und einer guten Routenplanung erledigt ein eingespieltes Team das in einem einzigen Zug. Bei unserem Entrümpelungs- und Entsorgungsservice ist genau das bereits enthalten.

2. Materialkunde und Trennung

PET, PE, PP, PS oder PVC – was für Laien gleich aussieht, hat völlig unterschiedliche Entsorgungswege und Preise. Profis erkennen die Kunststoffarten und trennen sie bereits beim Ausräumen, sodass möglichst viel günstig oder gratis abgegeben werden kann und nur der echte Restabfall im Kehricht landet.

3. Gebührenpflichtige Sonderfälle

PVC-Beläge, alte Storen, Kabelisolationen oder grosse Mengen Styropor sind Sonderfälle, die nicht jeder Recyclinghof annimmt. Eine zertifizierte Entsorgungsfirma kennt die zugelassenen Annahmestellen, dokumentiert die korrekte Verwertung und ist für allfällige Schäden versichert – etwas, das private Entsorger nicht abdecken können.

Alles aus einer Hand – ohne Sortier-Stress

Von der Trennung über den Transport bis zur fachgerechten Verwertung: Wir übernehmen die komplette Kunststoff-Entsorgung im Kanton Zürich – auf Wunsch kombiniert mit Räumung und Endreinigung.

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Kostenvergleich: Selbst entsorgen vs. Profi-Service

Was beim Selbermachen schnell ins Geld geht – und was beim Profi-Service bereits inklusive ist:

Kostenposition Selbst entsorgen Profi-Service
PET / PE (kleine Mengen) Gratis (Sammelstelle) Inklusive
Gemischte Kunststoffverpackungen CHF 1–3 / Sammelsack Inklusive
Hartkunststoff am Recyclinghof CHF 30–60 / 100 kg Inklusive
Sperriger Kunststoff (Gartenmöbel) Sperrgut-Gebühr + Transport Inklusive
PVC / Sonderkunststoffe Separat, oft unklar Fachgerecht entsorgt
Kriterium DIY-Entsorgung Profi-Service
Trennung nach Kunststoffart Selbst, oft fehlerhaft Fachgerecht sortiert
Sperriger Hartkunststoff Mehrere Fahrten nötig In einem Zug abtransportiert
Recyclinghof-Gebühren Pro Anlieferung Im Festpreis enthalten
PVC & Sonderkunststoffe Unsicherheit, Bussen-Risiko Korrekt & gesetzeskonform
Transport & Volumen Eigenes Fahrzeug, begrenzt Geeignete Fahrzeuge inklusive
Zeitaufwand Halber bis ganzer Tag Wenige Stunden

* Richtwerte für den Kanton Zürich. Die tatsächlichen Kosten hängen von Menge, Kunststoffart und Zugänglichkeit ab. Häufig fällt Kunststoff im Rahmen einer Entrümpelung oder eines Umzugs an – dann lohnt sich ein kombiniertes Angebot.

Häufige Fragen zur Entsorgung von Plastik

Wohin gehört Plastik in der Schweiz – in den Kehricht oder ins Recycling?
Das hängt vom Kunststoff ab. PET-Getränkeflaschen und PE-Flaschen (Milch, Shampoo) gehören in die kostenlosen Sammelstellen bei Migros, Coop und Co. Gemischte Kunststoffverpackungen können über kostenpflichtige Sammelsäcke abgegeben werden, sofern Ihre Gemeinde das anbietet. Verschmutzter oder gemischter Kunststoff, der sich nicht trennen lässt, gehört in den gebührenpflichtigen Kehrichtsack und wird in der Kehrichtverwertungsanlage thermisch verwertet. Bei grösseren oder unklaren Mengen lohnt sich eine kurze Einschätzung durch einen Entsorgungsprofi.
Was kostet die Entsorgung von grösseren Mengen Plastik?
Kleine Mengen PET und PE entsorgen Sie gratis an den Rücknahmestellen. Sobald jedoch Hartkunststoff wie Gartenmöbel, alte Spielwaren, PVC-Rohre oder Bodenbeläge anfallen, wird es kostenpflichtig: Auf dem Recyclinghof oder über die Mulde rechnet man je nach Gemeinde mit CHF 30–60 pro 100 kg, dazu kommen Transport und allenfalls eine Muldengebühr. Fällt der Kunststoff im Rahmen einer Räumung an, ist die Entsorgung meist Teil eines Festpreises – eine kostenlose Offerte schafft schnell Klarheit.
Darf ich PVC und Hartplastik selbst verbrennen oder im Garten entsorgen?
Nein. Das Verbrennen von Kunststoff im Freien oder in privaten Öfen ist in der Schweiz verboten und gesundheitsschädlich – bei PVC entstehen giftige, chlorhaltige Dämpfe. Auch das Vergraben oder Deponieren im Garten ist illegal. Kunststoff gehört ausschliesslich in die dafür vorgesehenen Sammelstellen, auf den Recyclinghof oder in die Kehrichtverwertung. Im Zweifel hilft eine fachkundige Beratung weiter, damit nichts falsch entsorgt wird.
Lohnt sich das Trennen von Plastik überhaupt?
Sortenreines Trennen lohnt sich vor allem bei PET und PE, die zu hochwertigem Rezyklat verarbeitet werden. Bei gemischten Verpackungen ist die ökologische Bilanz umstrittener, da viel Material aussortiert werden muss. Bei einer Wohnungs- oder Kellerräumung entscheidet die richtige Trennung jedoch direkt über die Kosten, weil sauber getrennte Wertstoffe günstiger oder gratis entsorgt werden. Gerne beraten wir Sie individuell, wie sich Ihre Mengen am sinnvollsten entsorgen lassen.

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