Zum Hauptinhalt springen

Jetzt kostenlose Offerte erhalten

100% unverbindlich & kostenlos

Ratgeber
12 Min. Lesezeit

Silikonfugen erneuern vor der Wohnungsabgabe

Schimmel, schwarze Ränder und CHF 600 Kautionsabzug – worauf es bei der Übergabe wirklich ankommt

Silikonfugen erneuern vor der Wohnungsabgabe – Badezimmer reinigen Zürich

Schwarze Fugen kosten Sie die Kaution

Schimmlige, vergilbte oder spröde Silikonfugen gehören zu den häufigsten Beanstandungen bei der Wohnungsabgabe in der Schweiz. Viele Mieterinnen und Mieter unterschätzen das Thema – und stehen am Übergabetag mit einer Rechnung von mehreren hundert Franken da. Dabei lässt sich der Schaden mit der richtigen Vorbereitung sicher vermeiden.

Häufigster Kautionsabzug im Bad: zwischen CHF 250 und CHF 600 für nicht-erneuerte Silikonfugen

Aus über 30 Jahren Endreinigungs- und Übergabe-Erfahrung in der Region Zürich wissen wir: Silikonfugen sind der dritthäufigste Streitpunkt bei der Wohnungsabgabe – direkt nach Backofen und Dunstabzug. Dieser Ratgeber zeigt, worauf Hausverwaltungen wirklich achten, welche Fehler richtig teuer werden und warum die meisten DIY-Versuche bei der Übergabe durchfallen.

Hintergrundwissen: Was sagt das Schweizer Mietrecht?

In der Schweiz richtet sich die Verantwortung für Silikonfugen nach Art. 256 und 267 OR sowie nach der gängigen Praxis des Mieterverbands und der paritätischen Schlichtungsbehörden. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen normalem Verschleiss (Vermieter trägt die Kosten) und übermässiger Abnutzung (Mieter zahlt). Die Lebensdauertabelle des Mieterverbands setzt für Sanitärsilikon einen Richtwert von rund 8 bis 10 Jahren an.

Konkret heisst das: Sind die Fugen jünger als 8 Jahre und sichtbar verschimmelt, vergilbt oder beschädigt, gilt das in den meisten Fällen als unsachgemässe Pflege durch den Mieter. Die Hausverwaltung darf die Erneuerung dann von der Mietkaution abziehen – nicht selten zum doppelten Preis, weil sie selbst eine Sanitärfirma beauftragen muss.

In über 5'000 begleiteten Wohnungsabgaben sehen wir bei unserer Firma einen klaren Trend: Bad-Übergaben in Mietwohnungen jünger als 5 Jahre sind besonders heikel, weil hier praktisch jede sichtbare Schimmelfuge eine Beanstandung nach sich zieht. Bei älteren Bädern (10 Jahre+) wird der Vermieter oft eine sogenannte Zeitwertentschädigung akzeptieren – Sie zahlen nur einen Teil.

8–10
Jahre Lebensdauer
Sanitärsilikon laut paritätischer Lebensdauertabelle
62%
der Abnahmen
enthalten laut HEV-Umfrage Beanstandungen rund ums Bad
CHF 600
Maximaler Abzug
in einem Standard-Bad bei kompletter Erneuerung durch Verwaltung

Wo Hausverwaltungen die Fugen kontrollieren

Erfahrene Bewirtschafter prüfen die Silikonfugen mit der Taschenlampe – nicht selten auch von der Seite und im Streiflicht. Diese Stellen stehen im Fokus jeder Übergabe:

Dusche / Duschwanne

Priorität: Sehr hoch

Häufigster Schimmelort. Vertikale Anschluss-Silikonfuge zwischen Wand und Wanne ist kritisch.

Badewanne

Priorität: Hoch

Übergang Wanne-Fliesen. Wer beim Baden Wasser auf den Rand laufen lässt, beschleunigt die Schimmelbildung deutlich.

Lavabo / Waschtisch

Priorität: Hoch

Anschluss zur Wand und zur Armatur. Oft vergilbt durch Zahnpasta- und Seifenreste.

Küchenspüle

Priorität: Mittel

Übergang Spüle zur Arbeitsplatte. Fett- und Lebensmittelreste begünstigen Verfärbung.

Glasdusche / Duschtrennwand

Priorität: Hoch

Vertikale und horizontale Fugen. Wasserflecken machen Silikon hier besonders schnell unansehnlich.

WC-Anschluss

Priorität: Mittel

Übergang WC-Becken zum Boden. Wird oft übersehen, ist aber Pflicht-Kontrollpunkt bei der Abnahme.

Risiken und teure Fehler beim DIY-Versuch

Silikonfugen wirken auf den ersten Blick wie eine Heimwerker-Aufgabe – ein YouTube-Video, eine Kartusche aus dem Baumarkt, fertig. Die Realität in den Wohnungsabgaben, die wir begleiten, sieht anders aus. Diese fünf Fehler kosten Mieterinnen und Mieter Jahr für Jahr Tausende Franken:

1

Altes Silikon nicht restlos entfernt

Schaden: CHF 250–500 (Nacharbeit + Schimmelbildung)

Reste des alten Silikons enthalten Schimmelsporen und Fett. Das neue Silikon haftet nicht und löst sich nach wenigen Wochen.

2

Falsches Silikon verwendet

Schaden: CHF 200–400 (komplette Neuerstellung)

Acryl statt Sanitärsilikon, fehlender Fungizid-Schutz oder Baumarkt-Billigware. Resultat: Verfärbung, Risse und Schimmel innerhalb von Wochen.

3

Silikon auf Fliesen verschmiert

Schaden: CHF 150–300 (Fliesenreinigung oder -ersatz)

Beim Glätten gelangt Silikon auf die Fliesenoberfläche. Es lässt sich nur mit Spezialprodukten oder Klingen entfernen – Letztere zerkratzen oft die Fliesen.

4

Zu früh in Betrieb genommen

Schaden: CHF 800–2 500 (Wasserschaden Wand/Trockenbau)

Wer die Dusche vor der vollständigen Aushärtung (24 h) nutzt, zerstört die noch weiche Fuge. Wasser dringt in den Spalt – die Wand bekommt einen Wasserschaden.

5

Schimmel nur überstrichen statt entfernt

Schaden: CHF 300–600 (komplette Erneuerung durch Verwaltung)

Manche Mieter versuchen, schwarze Fugen mit Silikon-Schimmelentferner zu retten. Bei tiefem Schimmel sind die Sporen aber bereits in der Fuge – Wischer-Optik täuscht den Vermieter selten lange.

Kein Risiko bei der Übergabe eingehen

Wir erneuern Ihre Silikonfugen fachgerecht – mit Garantie, dass die Verwaltung sie nicht beanstandet. Kostenlose Offerte innerhalb von 24 Stunden.

Worauf es bei einer dauerhaften Fuge wirklich ankommt

Eine professionelle Silikonfuge ist mehr als nur ein gerader Strich aus der Kartusche. Vier Faktoren entscheiden über die Lebensdauer – und genau hier scheitern Heimwerker am häufigsten.

1. Vollständige Entfernung des Altsilikons

Profis arbeiten mit Spezialklingen, chemischen Silikonentfernern auf Lösungsmittelbasis und einem Mikrofaser-Wisch-System. Auch der kleinste Rest mit Schimmelsporen kontaminiert die neue Fuge sofort. Im Baumarkt gibt es zwar Cutter-Klingen, aber ohne das richtige Lösungsmittel und ohne Erfahrung bleibt fast immer ein dünner Silikonfilm zurück – unsichtbar, aber tödlich für die Haftung.

2. Untergrund komplett trocken und entfettet

Sanitärsilikon haftet nur auf staubfreien, fettfreien, trockenen Flächen. Wir reinigen die Fuge mit Isopropanol (ab 99 %) – das löst Seifenreste, Hautfette und Kalkrückstände, ohne Spuren zu hinterlassen. Wasser, herkömmlicher Reiniger oder „kurz mit dem Lappen drüber" reichen nicht.

3. Sanitärsilikon mit Fungizid – nicht Acryl, nicht Bausilikon

Im Nasszellenbereich muss essigsäurevernetzendes Sanitärsilikon mit Fungizid-Zusatz verwendet werden. Bausilikon, Universalsilikon oder Acryl schimmeln innerhalb von Monaten. Profi-Materialien sind unter Markennamen wie Sika, Soudal oder OTTO bekannt und kosten pro Kartusche deutlich mehr als die Baumarkt-Variante – halten dafür aber 5- bis 10-mal so lange.

4. Glättung mit Glättmittel statt Spülmittel

Der „Hausfrauen-Trick" mit Spülmittel und Finger funktioniert kurzfristig – aber das Tensid zerstört die Vernetzung der obersten Silikonschicht. Folge: Mikrorisse, in denen sich später Schimmel ansetzt. Professionelle Glättmittel sind silikonneutral, fugenglättende Werkzeuge mit präzisen Radien sorgen für die typisch saubere Hohlkehle.

Im Paket günstiger als einzeln

Wir kombinieren Silikon-Erneuerung mit der Endreinigung oder dem Umzug – das spart bis zu 25 % gegenüber Einzelaufträgen und Sie haben nur einen Ansprechpartner für die ganze Wohnungsabgabe.

Kostenvergleich: Selber machen oder Profi?

Auf den ersten Blick wirkt DIY günstiger. Rechnet man Material, Zeit und das Nachreklamations-Risiko ein, sieht die Bilanz ganz anders aus.

Position DIY-Versuch Profi-Service
Silikonentferner-Spray CHF 12 inkl.
Sanitärsilikon (1 Kartusche) CHF 14 inkl.
Auspresspistole CHF 18 inkl.
Fugenglätter-Set CHF 12 inkl.
Klebeband / Reinigungstuch CHF 8 inkl.
Eigene Arbeitszeit (4–6 h) Wert ca. CHF 200 inkl.
Risiko Nacharbeit Verwaltung CHF 0–500 möglich CHF 0 (Garantie)
Realistische Gesamtbelastung Bad CHF 250–760 ab CHF 280

* Profi-Preis inkl. Material, Entsorgung der alten Fugen und Garantie auf die Arbeit.

DIY oder Profi: Der ehrliche Vergleich

Kriterium DIY-Lösung Profi-Service
Materialkosten CHF 25–60 (Kartusche, Pistole, Glätter, Silikonentferner) CHF 0 (inkl.)
Zeitaufwand pro Bad 4–6 h (mit Lernkurve) 60–90 Min.
Aushärtezeit 24 h (Profi-Silikon) 24 h (Sanitärsilikon)
Lebensdauer der Fuge 6 Monate–3 Jahre 5–10 Jahre
Risiko Nachreklamation Abgabe Hoch (40–60%) Sehr tief (< 5%)
Garantie auf die Arbeit Keine Inklusive
Folgekosten Wasserschaden Möglich (Versicherung greift bei DIY oft nicht) Versichert

DIY lohnt sich bei:

  • kosmetischer Reinigung sauberer Fugen
  • handwerklicher Vorerfahrung
  • Wohnungen, die Sie noch lange selbst nutzen

Profi lohnt sich bei:

  • jeder Wohnungsabgabe in der Schweiz
  • sichtbarem Schimmel oder schwarzen Rändern
  • Fugen älter als 5 Jahre
  • Mieterinnen und Mietern mit strenger Verwaltung

Praxisbeispiel aus Zürich

Eine Familie aus Zürich-Oerlikon zog nach 4 Jahren aus einer 4.5-Zimmer-Wohnung aus. Das Badezimmer war optisch top in Schuss – nur die Silikonfugen rund um Dusche und Lavabo zeigten dunkle Verfärbungen. Der Mieter versuchte, die Fugen selbst zu erneuern, hatte aber Silikonreste auf den Fliesen und die Hohlkehle wirkte „wellig".

Bei der Abnahme bemängelte die Verwaltung beides – sowohl die ursprüngliche Schimmelbildung als auch die mangelhafte Nacharbeit. Resultat: Die Verwaltung beauftragte selbst eine Sanitärfirma, die Rechnung betrug CHF 580 und wurde von der Kaution abgezogen. Hätte die Familie gleich uns beauftragt, hätten wir die komplette Bad-Erneuerung als Teil der Endreinigung für CHF 320 mit Abnahmegarantie übernommen.

Differenz: CHF 260 – plus der Frust, dass am Übergabetag das Geld weg war, obwohl die Familie schon Stunden investiert hatte.

Häufige Fragen zu Silikonfugen und Wohnungsabgabe

Müssen Mieter in der Schweiz die Silikonfugen wirklich erneuern?
Verschimmelte, vergilbte oder beschädigte Silikonfugen gelten in der Schweiz als übermässige Abnutzung – nicht als normaler Verschleiss. Gemäss Mieterverband und gängiger Praxis der Hausverwaltungen liegt die Lebensdauer von Sanitärsilikon bei rund 8 bis 10 Jahren. Sind die Fugen jünger und durch unsachgemässe Pflege beschädigt, muss der Mieter sie auf eigene Kosten ersetzen lassen. Wer hier unsicher ist, sollte sich vor der Abgabe eine fachliche Einschätzung holen – wir prüfen das im Rahmen einer kostenlosen Offerte gerne mit.
Was kostet das Erneuern der Silikonfugen durch eine Reinigungs- bzw. Sanitärfirma?
In der Region Zürich liegen die Kosten für das fachgerechte Erneuern der Silikonfugen in einem Standard-Badezimmer bei rund CHF 280 bis CHF 550, inkl. Material, Entsorgung und Garantie. Einzelne Fugen (z. B. nur Dusche oder Lavabo) kosten ab CHF 90. Im Rahmen einer kompletten Endreinigung wird die Silikon-Erneuerung oft günstiger angeboten als einzeln. Gerne erstellen wir Ihnen eine transparente Offerte – ohne versteckte Kosten.
Kann ich Silikonfugen selbst erneuern oder lieber den Profi rufen?
Technisch ist die Arbeit machbar, in der Praxis aber heikel: Wird das alte Silikon nicht restlos entfernt, hält das neue nicht – und die Fuge schimmelt innerhalb weniger Wochen erneut. Bei der Wohnungsabgabe wird genau hingeschaut: krumme Fugen, Silikon auf Fliesen oder ungleichmässige Schichten führen oft zu Beanstandungen und einem teuren Nacharbeit-Auftrag durch die Verwaltung. Bei Unsicherheiten lohnt sich eine kostenlose Einschätzung durch Profis.
Wann sollte ich die Silikonfugen vor dem Auszug erneuern lassen?
Idealerweise 1 bis 2 Wochen vor der Wohnungsübergabe – nach der eigentlichen Endreinigung, aber vor dem Abnahmetermin. So sind die Fugen vollständig durchgehärtet (mindestens 24 Stunden), die Dusche kann wieder benutzt werden und es entstehen keine neuen Wasserflecken. Gerne beraten wir Sie individuell zum optimalen Zeitpunkt – kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Offerte.

Sichere Wohnungsabgabe – ohne böse Überraschungen

Wir erneuern Ihre Silikonfugen fachgerecht und bieten auf Wunsch die komplette Endreinigung mit Abnahmegarantie. Kostenlos und unverbindlich anfragen.